#18 Wie sieht Soziale Arbeit in der Straffälligenhilfe aus?

„Der Zwangskontext (…) hat damit zu tun, dass die Menschen Hilfe bekommen, die sie nicht freiwillig aufsuchen.“

Fragen über Fragen:

  • Wie sieht Soziale Arbeit in einer Justizanstalt aus?
  • Was versteht man genau unter Zwangskontext & Bewährungshilfe?
  • Welche Erwartungen und Herausforderungen haben Sozialarbeiter*innen im Justiz-Kontext?
  • In welchem Spannungsfeld stehen Sozialarbeiter*innen zwischen Justiz, den Häftlingen & der Gesellschaft?
  • Wie kann gerechte Täter*innen-Arbeit aussehen?
  • Wie betroffen sind die Haftanstalten von der Corona Krise?
  • Und wie kann Social & Physical Distancing tatsächlich in diesen Justizanstalten funktionieren?

„Die Soziale Arbeit (…) arbeitet Großteils mit Gesichtsschildern – und nicht mit Masken, sodass man einfach sichtbar bleibt, weil es ganz wichtig ist – vor allem in dem Bereich – weil Menschen sonst schwer einschätzbar sind.“

Das und noch viel mehr in der heutigen Informationssendung zum Thema „Soziale Arbeit in der Straffälligenhilfe”.

„Es geht darum zu schauen, warum ist da jemand in diese Situation geraten?! Das heißt nicht, ihn von der Schuld zu befreien, oder zu sagen – ist eh gut – sondern sich damit auseinanderzusetzen.“

Ich habe das Interview – coronaklassich von Home Office zu Home Offie – mit Frau Ulrike Plaschka geführt. Sie ist Professorin an der FH Campus Wien, Professorin an der STa Christiana und war jahrelang in der Bewährungshilfe bei NEUSTART als Sozialarbeiterin tätig.

Buch- und Filmempfehlungen:

Mehr Infos zum Werbepartner: 

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Mehr Infos zum Sozial Pod: 

#17 Footprint – Gewaltschutz in Zeiten der Coronakrise

Auf unserem Sozial Pod – Instagram Kanal haben wir einen Aufruf gestartet, dass uns soziale Vereine & Organisationen schreiben sollen: denn soziale Berufe sind ebenso systemerhaltende Berufe, denen nicht nur geklatscht werden soll!

Der Sozial Pod versucht diesen Vereinen eine Plattform zu bieten.
Footprint war einer dieser Vereine, die sich bei uns gemeldet haben, worüber wir sehr, sehr froh sind!

Footprint ist eine Beratungs- und Betreuungsstelle für Betroffene von Frauenhandel und häuslicher Gewalt, mit dem Sitz in Wien.
Das Thema häusliche Gewalt ist ein großes Thema, das durch die Corona Krise mittlerweile auch mehr Aufmerksamkeit in den Medien bekommt. Gottseidank. Aber damit auch nicht genug!

Heute im Interview zu Gast ist Hannah Gasser. Sie ist die Gründerin & Obfrau von Footprint.

Fragen über Fragen:

  • Wofür setzt sich der Verein konkret ein?
  • Warum braucht es den Verein so unbedingt?
  • Was bedeutet Frauenhandel eigentlich und was können wir uns darunter konkret in Österreich vorstellen?
  • Wie kann die Dunkelziffer von Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, verringert werden?
  • Was sollten wir über Frauenhandel & häusliche Gewalt wissen?
  • Wie geht es den betroffenen Frauen & Mädchen in der Corona Krise?
  • Wie geht es auch dem Verein unter der Corona Krise?
  • Was können wir – als nicht Betroffene – aktiv tun?
  • Und was soll konkret geändert & verbessert werden?

Nur noch zur Transparenz – oh Wunder oh Wunder – sowohl Hannah, als auch ich sitzen beim Interview in unserem eigenen Home Office, und nehmen das Interview -wohl coronaklassisch – in Abstand auf…

Kontaktdaten von Footprint:

  • Website
  • E-Mail: office@footprint.or.at
  • Telefonnummer: +43 (0)677 637 88 112
  • Sozial- und Rechtsberatung (mit Terminvereinbarung):
    • Montag & Dienstag: 9-19:30 Uhr
      Mittwoch & Donnerstag: 9-16 Uhr 
  • Kontaktadresse: 
    • Gumpendorferstraße 65, 1060 Wien
  • Facebook ; Spezial-FB-Gruppe: “Nicht allein”
  • Instagram
  • Hier Spenden
  • Hier gibt’s die T-Shirts

 

#16 Sprungbrett – Wie sieht feministische Jugendarbeit in der Corona-Krise aus?

Nach unserem Sozial Pod Aufruf auf Instagram – welche Auswirkungen die Corona Krise auf soziale Einrichtungen hat –  hat sich unter anderem der Verein Sprungbrett bei uns gemeldet, denn auch hier sind die Auswirkungen groß!

Von Home Office zu Home Office habe ich mit der Beraterin Katharina Grossmann ein Interview geführt.

Sprungbrett? Das ist eine Informations- und Beratungsstelle für Mädchen* und junge Frauen, mit einem vielfältigen Angebot:

Neben Beratungsgesprächen gibt es auch noch zahlreiche Workshops zum Thema Berufsorientierung, es gibt Selbstverteidigungskurse, bis hin zu Kursangeboten wie youngFIT und dem Mädchen-Berufs-Zentrum oder Trainings in der Produktionsschule Spacelab Girls.

Aber ebenso gibt es spezielle Angebote sowohl für Lehrkräfte und Schulen, als auch für Eltern, und Betriebe.

© Brigitte Gradwohl

Fragen über Fragen:

  • Wie ist die Beratungsstelle genau aufgebaut?
  • Wie können die jungen Frauen konkret unterstützt werden?
  • Welche Themen kommen häufig vor?
  • Wie betrifft die Corona Krise konkret diese feministische Beratungs- und Informationsstelle?
  • Unter welchen Herausforderungen steht sowohl die Einsatzstelle, als auch die jungen Frauen selbst?!
  • Kann Telefonberatung überhaupt funktionieren?
  • Welche Chancen bzw. Gefahren stecken in der Krise, bezüglich Feminismus & feministischer Mädchenarbeit?
    –> Das und noch viel mehr, hört hier in der heutigen Folge…

Für uns ist auch klar, wenn es die Situation erfordert und die Mädchen in ganz schweren Krisen sind, oder einfach Notfälle sind, ist schon klar, dass wir auch persönlich mit ihnen sprechen, unter der Einhaltung aller Vorsichtsmaßnahmen.

Kontaktdaten:

Ich wünsch mir, dass viele Firmen – sobald es wieder losgeht – im Blick haben, dass hier ganz starke junge Frauen kommen, denen tolle Lehrstellen angeboten werden soll.

© Brigitte Gradwohl

#15 Coronahelper – Eine solidarische Initiative zum Unterstützen

„Coronahelper ist praktisch diese direkte Nachbarschaftshilfe, die durch Zettelaushänge im Haus plakatiert worden ist, eben für Risikopersonen: einkaufen zu gehen, tägliche Erledigungen zu machen, einfach solidarisch zu sein und mitzuhelfen. Und Coronahelper ist das praktisch in Website-Form.„

Uns alle hat es plötzlich erreicht.
Ich höre noch meine Corona Späße vom Februar, aber die Späße sind mir wirklich alle ausgegangen.
Die Späße drehen sich nun mehr rund um Klopapier & Nudeln. Aber das war’s dann auch schon.

Und darum soll es heute auch nicht gehen.

Es war Freitag, der 13., und ich hab mit meiner Mitbewohnerin sehnsüchtigst auf Kurz – naja eher auf die Pressekonferenz – gewartet. Was wird passieren?!

Lebensmittelläden bleiben offen, aber das öffentliche Leben wird drastisch eingeschränkt.

Meine Gedanken schossen nur so herum. Was tun? Was machen?

Ja – ich bin nicht gefährdet, aber das einzige, was ich tun kann, ist, daheim zu bleiben?! That’s all?!

Das war mir keine befriedigende Antwort. Und dann bin ich durch meine Mitbewohnerin und ihren Studienkollegen auf Coronahelper gestoßen.

Coronahelper ist ein Projekt, das gefährdeten Menschen in Zeiten der Corona Krise bei Lebensmittel- und Medikamentenbesorgung, aber auch bei Postabholung  & Tierbetreuung unterstützt.

Und das alles ganz schnell aus dem Boden gestampft. Eine Plattform, die denjenigen Menschen hilft, die tatsächlich zur gefährdeten Corona-Gruppe zählen.

„Es ist eine Initiative, und die bleibt Non-Profit.”

Was genau dahinter steckt, wie der Initiator Alex Wieser das alles so schnell umsetzen konnte, wie auch du dich einsetzen kannst und wie es weitergeht?

Das und noch viel erfährst du in der 15. Spezial Podcastfolge #Sozial Pod Aktuell!

Hier kannst du dich bei Coronahelper anmelden!

KONTAKT CORONAHELPER:

Coronahelper.eu genannt: bewusst EU, weil nicht nur bei österreichischen Grenzen die Solidarität aufhören sollen, sondern darüber hinausgehen soll.

WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN:

 

Bis bald und bleibt’s g’sund!

Eure Maria vom Sozial Pod

#14 Claudia Stöckl – Das Sozial Pod Porträt

Heute zu Gast im Sozial Pod ist Claudia Stöckl, gebürtige Wienerin und vielen bekannt als die Ö3-Sonntagsstimme bei der Radiosendung „Frühstück bei mir“, wo sie seit 23 Jahren mit bekannten Persönlichkeiten über bewegende Geschichten und Erfahrungen spricht.

Dass hinter Frau Stöckl noch viel mehr steckt, als DIE Sonntagsstimme, die über Frühstücksweckerl mit bekannten Stars sitzt, hat sie bewiesen.

Seit 2006 ist sie die Obfrau vom Verein ZUKI – Zukunft für Kinder, der Straßenkinder in indischen Gebieten eine Chance für eine nachhaltige Schulausbildung und ärztlicher Versorgung bietet.

Wir sprachen über Ihre Kindheit, warum Sie im Journalismus gelandet ist, was sie selbst von ihren „Frühstück bei mir“ Gästen gelernt hat und auch ganz viel über die Arbeit von ZUKI und Ihrem Zugang zu Ihrem sozialen Engagement.

Claudia_Stoeckl_SozialPod

Weiterführende Informationen & Links:

Erwähnte Bücher:

ZUKI Kontakt & Unterstützen:

Heutige *Podcastempfehlung*:

Den Sozial Pod Unterstützen

Vielen Dank! 🙂

#13 FAQ: Was bedeutet Entwicklungszuammenarbeit?

Soziale Arbeit in Österreich wird weitergedacht…
Wir blicken über den österreichischen Tellerrand hinaus…

Heute versuchen wir gemeinsam mit Sophia Stanger, der Leiterin von WeltWegWeiser – ein Projekt getragen von Jugend Eine Welt – das komplexe & große Thema der Entwicklungszuammenarbeit so einfach wie möglich anzugehen und ein paar Begriffe rund um diesen Themenblock zu beleuchten.

Fragen, über Fragen im Podcast:

  • Wie setzt sich Österreich für andere Länder ein, wenn es um das Thema Armutsbekämpfung, Frieden & Klimaschutz geht?
  • Was steckt hinter der ADA?
  • Was machen die SDG’s genau?
  • Wie nachhaltig sind Freiwilligeneinsätze im Ausland tatsächlich?
  • Was versteht man unter dem Begriff White Saviorism?
  • Und wie kann Nachhaltigkeit bei einem internationalen Einsatz mitgedacht werden?

 

Weiterführende Informationen:

 

Film- und Buchempfehlungen:

 

Kontakt WeltWegWeiser:

  • Homepage
  • Adresse: Münichreiterstraße 31 / 1130 Wien
  • Telefon: +43/1/8790707-0
  • E-Mail: info@weltwegweiser.at
  • Facebook


Heutige Podcast-Empfehlung:

–> „Erzähl mir von Wien“, von Edith Michaeler und Fritzi Kraus.

In dem Podcast erkunden die beiden auf ihren gemeinsamen Spaziergängen Wiener Grätzl und deren Besonderheiten.

Ein äußerst sympathischer Podcast, leicht zum Hören und trotzdem lernt man dabei immer etwas neues über Wien. Ein klarer, persönlicher Favorit von mir 🙂

Sozial Pod Unterstützen:

#12 Care Day Aktionstag – Gleiche Chancen für Care Leaver

Am 21. Februar 2020 war der Sozial Pod live dabei bei einem wichtigen Aktionstag im Wiener Rathaus: dem Care Day „Be The Change – Gleiche Chancen für Alle“.

Die Plattform Jugendhilfe 18+, mit Beteiligung des neu gegründeten Vereins Careleaver Österreich, bringen den “Care Day” erstmals nach Österreich.

Care Leaver

Der Begriff bezeichnet junge Menschen, die einen Teil ihres Lebens in Fremdunterbringung verbracht haben und sich im Übergang in ein selbständiges Leben befinden. Meist erfolgt dieser Schritt mit der Volljährigkeit, also im Alter von 18 Jahren, zu einem Zeitpunkt, wann die Kinder- und Jugendhilfe nicht mehr zuständig ist und die jungen Erwachsenen damit auf sich alleine gestellt sind.

Und genau deshalb gibt es diesen Aktionstag.

Die österreichweite Plattform Jugendhilfe 18+ ist vor 3 Jahren gegründet worden und hat das Ziel eine Chancengleichheit für junge Erwachsene aus der Jugendhilfe im Vergleich zu den anderen jungen Menschen zu erreichen. Zu dieser Plattform gehören 16 (!) Organisationen, die praktische Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe leisten. Sie stellen fünf wichtige Forderungen, die bei einer Erneuerung der Hilfen für junge Erwachsene in der Jugendhilfe beachtet werden müssen.

Im 1. Teil dieser Sendung hört ihr Petra Gabler.

Sie ist die Obfrau des Selbstvertretungsverein „Care Leaver Österreich“.

Kleine Korrektur zum Interview:
Dass junge Menschen durchschnittlich mit 26 das 1. Mal von zu Hause ausziehen, ist ein Durchschnittswert für die EU, und nicht für Österreich. Länder wie Italien, Spanien und Griechenland beeinflussen durchaus stark diese Durchschnittszahl.

 

Im 2. Teil kommt Maximilian Ullrich zu Wort, ein Vorstandsmitglied der FICE Austria.

FICE steht für International Federation of Educative Communities und sieht sich als internationaler Verein, der sich mit zahlreichen Projekten für gefährdete Kinder mit speziellen Bedürfnissen, sowie Kinder und junge Leute einsetzt, die außerhalb ihrer Familie betreut werden.

 

Maximilian Ullrich

©Volkshilfe Wien, John K.

Weiterführende Informationen:

Diese Sozial Pod Spezialausgabe fand in freundlicher Zusammenarbeit mit der Volkshilfe Wien statt.

#11 Wohin nach dem 18. Geburtstag?! – “Care Leaver Mentoring”

Bereits in der 1. Folge zum Monatsschwerpunkt “Kinder- und Jugendhilfe” sind wir auf das Thema der Care Leaver zu sprechen gekommen.

Care Leaver – zur Wiederholung – sind junge Menschen, die einen gewissen Teil ihres Lebens nicht bei ihrer ursprünglichen Herkunftsfamilie, sondern z.B. in einer Wohngemeinschaft, oder bei einer Pflegefamilie aufgewachsen sind. Ab 18 Jahren wird dieses soziale Unterstützungssystem jedoch vom Staat beendet und es gibt keinen rechtlichen Anspruch mehr darauf.
Die Jugendlichen müssen also die Jugendhilfe verlassen –> engl. Care Leaver.

Genau für dieses Problem hat die Volkshilfe Wien ein Projekt gestartet: das Projekt „Care Leaver Mentoring“. Und genau darum geht es heute.

Zu Gast heute im Sozial Pod ist Doris Moravec, sie ist die Leiterin dieses Projekts und ebenso für das Freiwilligenmanagement der Volkshilfe Wien zuständig.

Im 2. Teil der Sendung wird auch noch Andrea zu hören sein.
Sie ist eine der vielen engagierten freiwilligen Mentor*innen dieses Projekts.

“Wenn ich mir jetzt denke, dass ich meinen Sohn mit 18 vor die Tür gesetzt hätte und erwartet hätte, dass er jetzt funktioniert, weil er ja ach so erwachsen ist – huch – das mag ich mir ehrlich gesagt gar nicht vorstellen…” (Andrea, Mentorin)

Fragen, über Fragen im Podcast:

  • Warum braucht es dieses Care Leaver Projekt überhaupt?
  • Wie läuft das Matching-Prozedere zwischen Mentor*innen + Mentees ab?
  • Welche Faktoren braucht es, um eine gute Beziehung aufzubauen?
  • Was sind häufige Themen für sogenannte Care Leaver?
  • Mit welchen Herausforderungen wird die Mentorin konfrontiert?
  • Was hat sie selbst gelernt?
  • Und warum ist überhaupt Freiwilligenengagement wichtiger denn je?

“Ich wünsche mir mehr Einbindung von der Zivilgesellschaft in innovative Lösungen, sei es in der Betreuung von Jugendlichen, Erwachsenen, Pensionist*innen. Ich finde, das ist eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung und das kann man nicht nur auf Sozialarbeiter*innen abwälzen.“ (Doris Moravec, Projektleiterin)

Weiterführende Informationen:

Projekt-Details:

  • Wie bewerbe ich mich? –> hier
  • Wann und wie geht es los? –> hier
  • Wie sieht der Projektablauf aus? –> hier
  • Wie kann ich noch helfen? –> hier

“Das Projekt ist aktuell ein Unikat hier in Österreich.” (Doris Moravec, Projektleiterin)

Kontaktaufnahme:

#10 Kinder- und Jugendhilfe in Österreich: FAQ

Der neue Monatsschwerpunkt zum Thema Kinder- und Jugendhilfe startet mit der Sendereihe #Faktencheck.

Dazu habe ich Gerald Herowitsch-Trinkl als Gast eingeladen.

Er ist Obmann im „Dachverband Österreichischer Kinder- & Jugendhilfeeinrichtungen“ (kurz DÖJ) und arbeitet in der Praxis in einer sozialtherapeutischen Wohngemeinschaft im Burgenland.

Diese sogenannte „WG Fühl dich wohl“ hat er gemeinsam mit seiner Frau Monika Herowitsch-Trinkl gegründet.

In dieser WG ist auch Petra Gabler aufgewachsen, die ebenso in einer weiteren Podcastfolge im Sozial Pod zu hören sein wird. Sie wird aus ihrer eigenen Sicht als sogenannte Care Leaver erzählen und den neuen Verein von betroffenen Care Leaver in Österreich vorstellen.

“Es ist auch wichtig mit den Kindern immer wieder zu thematisieren: wir können nur die zweitbeste Lösung sein. Es wäre schön, wenn die Kindern Eltern hätten, bei denen es gut funktioniert, wo sie leben könnten (…) das geht halt oft nicht und da versuchen wir die zweitbeste Lösung zu sein.”

Fragen, über Fragen im Podcast:

  • Wohin kommen Kinder und Jugendliche, wenn das Zuhause keinen Schutzraum mehr bietet?
  • Was sind häufige Gründe, dass Kinder nicht bei ihrer Herkunftsfamilie aufwachsen können?
  • Wie sieht das momentane Versorgungsnetz in Österreich aus?
  • Warum ist das Thema so unterrepräsentiert?
  • Was können Kinderbücher über “heile Mutter-Vater-Kind Familien” mit vulnerablen Kindern machen?
  • Welche Rechte haben diese jungen Menschen, die nicht in der eigenen Herkunftsfamilie aufwachsen können?
  • Was bedeutet der Begriff Care Leaver?
  • Und was muss sich unbedingt an den Rahmenbedingungen der Kinder- und Jugendhilfe in Österreich verändern?

“Es braucht den Rechtsanspruch für Betreuung nach dem 18. Lebensjahr, und der ist wieder nicht gekommen!“

Weiterführende Informationen:

“Die Kinder haben Unfassbares erlebt, also wir haben größte Hochachtung davor wie sie trotzdem ihr Leben oft gestalten.”

Erwähnte Bücher:

“Wir brauchen keine professionelle Distanz, wie sie leider oft noch gepredigt wurde. Denn auf Distanz kann man Menschen nicht betreuen.”

Diese Sozial Pod Folgen mit dem Monatsschwerpunkt „Kinder- und Jugendhilfe“ entstanden in Kooperation mit der Volkshilfe Wien, die sich ebenso tatkräftig für diese Thematik einsetzt.

#9 WEISSER RING: Mehr als ein Opfer-Notruf

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Themenschwerpunkt:
Menschenrechte & Rechtsschutz

Sendeformat:
#Sozial Pod – Vorort

Interviewpartnerin:
Dina Nachbaur

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Der Sozial Pod ist wieder unterwegs und besucht unterschiedliche soziale Einrichtungen, um diese sichtbarer zu machen.

Für den Monatsschwerpunkt “Menschenrechte & Rechtsschutz” habe ich den Verein “WEISSER RING”  besucht. “WEISSER RING” ist eine Opferunterstützungs-Einrichtung, die es sowohl in Österreich, als auch in anderen europäischen Ländern gibt.

Die Idee für den “WEISSEN RING” entstand in Deutschland.

In Österreich gibt es den Verein seit 1978.

Bundesgeschäftsstelle und Landesstelle Wien befinden sich in Wien im 9. Gemeindebezirk, daneben gibt es jedoch 8 Landesleitungen, und weitere regionale Außenstellen.

Die Entwicklung des “WEISSEN RINGS” ist verbunden mit der Weiterentwicklung von Verbrechensopfergesetz und Strafgesetz, wo Opferrechte sind.

Ich habe mich mit der Geschäftsführerin der Bundesgeschäftsstelle in Wien Dina Nachbaur getroffen, sie gibt nähere Einblicke in deren tagtägliche Arbeit.

OPFER-NOTRUF: 0800 112 112 

“…das ist in Österreich die Helpline, die von der Justiz finanziert wird, und von uns betrieben wird, seit über 10 Jahren.“ 

SpzialPod Maria Wegenschimmel und Dina Nachbaur im Gespräch

Themen:

  • Opfer-Notruf 0800 112 112: Wann kann ich anrufen? Warum braucht es diesen Notruf?
  • Prozessbegleitung: Wie sieht die Begleitung seitens des “WEISSEN RINGS” aus?
  • Wie sieht die Kooperation mit der Polizei aus?
  • Wie sieht die internationale Zusammenarbeit aus, vor allem im Bereich Terror?
  • Welche Fälle von Straftaten werden tendenziell mehr?
  • Welche Herausforderungen beinhaltet die Sprache, Dolmetsch und hochschwellige Aktensprache?
  • Wer ist besonders betroffen?
  • Warum ist das Wort “Opfer” notwendig?
  • Wie kann man mit den Medien sensibel umgehen?
  • Welche Klischees gibt es rundum “Opfer” und Viktimisierung?
  • Was sind besonders wichtige Rechte, die oftmals unbekannt sind?
  • … das, und noch viel mehr !

 „Wenn man die Kriminalstatistik anschaut, wer Opfer einer Straftat wird, da denken wir uns auch, es landen bei uns viel zu wenige Männer und viel zu wenige Menschen mit Migrationshintergrund.“

 

Erwähnte Links und weiterführende Informationen: 

  • „Victim Support Europe“: The Voice of Victims in Europe (Europa Vernetzung)
  • Verein Capito (Verein für barrierefreie Information und leichte Sprache; hat für das Innenministerium Blätter erstellt, zum Leichter-lesen)
  • Europa Projekt: „Reaching out to victims“: Vortrag von Dina Nachbaur
  • Rat auf Draht 
  • Hier gibt’s alle Publikationen vom Verein “WEISSER RING”, für weitere Informationen
  • Hier gibt’s auch kurze Erklär-Videos vom Verein

    „Bei uns sind die meisten die anrufen erwachsen. Ich denke Kinder und Jugendliche sind doch eher bei Rat und Draht und haben eine andere Anlaufstelle.“

Kontakt – WEISSER RING:


  • Adresse der Bundesgeschäftsstelle: Alserbachstraße 18 // 1090 Wien
  • Homepage
  • Landesstellen:
    • Opferhilfe Wien:
      • 01/ 712 14 05
      • wien@weisser-ring.at
    • Opferhilfe Niederösterreich:
      • 0699/134 34 002
      • noe@weisser-ring.at
    • Opferhilfe Burgenland:
      • 01 / 712 14 05
      • bgld@weisser-ring.at
    • Opferhilfe Oberösterreich:
      • 0699 / 134 34 004
      • ooe@weisser-ring.at
    • Opferhilfe Salzburg:
      • 0699 / 134 34 005
      • sbg@weisser-ring.at
    • Opferhilfe Steiermark:
      • 0699 / 134 34 020
      • stmk@weisser-ring.at
    • Opferhilfe Kärnten:
      • 0699 / 134 34 009
      • ktn@weisser-ring.at
    • Opferhilfe Tirol:
      • 0699 / 134 34 006
      • tirol@weisser-ring.at
    • Opferhilfe Vorarlberg:
      • 0699 / 134 34 003
      • vlbg@weisser-ring.at
  • Facebook
  • Youtube
  • Unterstützung für den Verein “WEISSER RING”:
    • Mitglied Werden: ab 2€ / Monat
    • Spenden (inklusive Spendengütesiegel)
    • Testamentspenden
    • + den Opfer-Notruf 0800 112 112  einspeichern