#6 Karl berichtet von seinen Erfahrungen – Pro Mente

Themenschwerpunkt:
Armut

Sendeformat:
#Sozial Pod – Perspektive

Interviewpartner:
Karl Frank 

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Worüber man nicht spricht,
worüber man nichts hört,
hat kaum Kraft in unserer Gesellschaft.

Und genau da setzt der Sozial Pod an: Wir wollen das Wegschauen, das Weghören bekämpfen.

Mit diesem Sendeformat holen wir wahre Lebensexpert*innen vor den Vorhang und lassen diese aus ihrer eigenen Sicht erzählen.

„Ich hoffe, dass immer mehr Leute das erkennen, dass JEDER einmal krank werden kann, JEDER mal ohne Arbeit da stehen kann.“

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Heute zu Gast war Karl Frank, ein Kämpfer und Aktivist der Armutskonferenz und der Plattform Sichtbar Werden.

Wir haben uns ebenso beim UN- Tag gegen Armut im Herbst getroffen, genau wie Gabi, die bereits in der 4. Sozial Pod-Folge von ihrer Geschichte erzählt hat.

Ich habe Karl bei einer Einrichtung der Pro Mente in Wien getroffen.

Pro Mente ist der Östererichschie Dachverband, für die Enttabuisierung von psychischen Krankheiten.
Pro Mente setzt sich für die Interessen der Betroffenen und den Angehörigen ein und leistet ebenso wichtige Aufklärung und Präventionsarbeit zu psychischen Erkrankungen.

„Vor 30 Jahren  ist man von Haus aus deppad hingestellt worden.  Das ist gottlob nicht mehr so krass, speziell im Raum Wien, im städtischen Umfeld, ist es wesentlich besser.
Am Land ist das noch weniger entwickelt, da hat man auch die Einrichtungen nicht genügend.“

Karl hat sich dazu bereit erklärt im Sozial Pod von seinen Erfahrungen zu erzählen:

  • von seiner Kindheit
  • von seinen Arbeitserfahrungen und dem plötzlichen Arbeitsverlust
  • von den krassen Veränderungen und Anforderungen am Arbeitsmarkt
  • von Stigmatisierung rund um das Thema psychische Erkrankung
  • von seinen Erfahrungen mit der Diagnose Depression und Angststörung
  • von seinem unermüdlichen Kampf
  • von seinem Aktivismus bei der Armutskonferenz und den Selbsthilfegruppen bei Pro Mente

„Die Problematik ist halt dann gekommen mit der Verbindung des Älterwerdens.
Wir haben nach wie vor den Altersrassismus – ich nenn es bewusst so, denn ein Großteil der Arbeitgeber hat hier eindeutig Vorbehalte.”

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Das #Sozial Pod-Perspektiven Format liegt mir besonders am Herzen.
Inspiriert dazu wurde ich ebenso von dem Demokratieforscher und Historiker Pierre Rosanvallon mit seinem Buch “Das Parlament der Unsichtbaren” (franz.: “Le Parlament des Invisibles”).

Rücken wir die Menschen, die an den Rand gedrängt wurden, in die Mitte der Gesellschaft: sie sollen hör- und sichtbar gemacht werden.
Und das ist eine der größten Missionen des Sozial Pod, ein soziales Sprachrohr zu sein.

 

Ja – nach Rosanvallon – versucht der Sozial Pod sozusagen “Das Parlament der Unsichtbaren & Unhörbaren in Österreich” zu sein.

Erwähnte Links und weitere Informationen: SozialPod Maria und Karl